Märkte / Makro

Kein Kriegsschock in der Konjunktur zu erwarten

Die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes der Eurozone für den laufenden Monat halten sich auf erstaunlich hohem Niveau. Die Warnsignale für Inflation blinken jedoch rot auf.

Im Spannungsfeld zwischen Wachstumsunterstützung und Inflationsbekämpfung fällt das Votum der Notenbanker inzwischen eindeutig aus. Dies ist zumindest den Worten von Fed-Chef Jerome Powell bei einer Veranstaltung des Internationalen Währungsfonds zum geldpolitischen Fahrplan in den USA zu entnehmen.

Angesichts der hohen Inflation und der ­Erhöhung des Leitzinses um 25 Basispunkte (0,25 Prozentpunkte) im März sei es angemessen, nun ein bisschen schneller vorzugehen. Bei der Sitzung des US-Zentralbankrats am 4. Mai werde daher eine Erhöhung um 50 Basispunkte zur Entscheidung anstehen.

Von Besorgnis um ein Abwürgen der Konjunkturdynamik keine Spur. Und die vorläufigen Ergebnisse der Umfragen un­ter Einkaufsmanagern grosser Unternehmen (Flash PMI) diesseits und jenseits des Atlantiks geben ihm recht. Der Ukrainekrieg hat in den konjunkturellen Vorlaufindikatoren, die neu von S&P Global herausgegeben werden, bis anhin nicht die schlimmen Spuren hinterlassen, die befürchtet wurden.

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