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Unternehmen / Industrie

Grosses Interesse an Poenina

Das Gebäudetechnikunternehmen fixiert den Platzierungspreis der Aktie am obersten Ende der Preisspanne. Der Handel an der Börse startet morgen Donnerstag.

Das Interesse am Going Public und an der damit verbundenen Kapitalerhöhung des in der Gebäudetechnik engagierten Unternehmens Poenina ist gross. Das Angebot ist im Bookbuilding-Verfahren mehrfach überzeichnet worden. Entsprechend wurde der Platzierungspreis am obersten Ende der Preisspanne auf 46 Fr. je Aktie fixiert.

Der Lead-Manager des IPO, die Zürcher Kantonalbank, hat total 850’000 Namenaktien platziert, entsprechend einem Volumen von 39,1 Mio. Fr. Davon stammen 500’000 Titel aus einer Kapitalerhöhung und 250’000 aus dem Bestand des Hauptaktionärs und CEO Jean Claude Bregy. Zudem wurden im Rahmen einer Mehrzuteilungsoption weitere 110’000 Valoren aus Bregys Bestand platziert. Das Aktienkapital von Poenina umfasst nun 2,5 Mio. Namenpapiere mit einem Nennwert von 0.10 Fr. Die Titel werden am 16. November erstmals an der SIX Swiss Exchange gehandelt.

Kleiner Streubesitz

Der grösste Aktionär bleibt Jean Claude Bregy mit einen Anteil von 48,8% nach Kapitalerhöhung und Mehrzuteilungsoption. Zusammen mit den bisherigen Aktionären (Urs Ledermann, Marco Syfrig, er ist VR-Präsident von Poenina, Willy Hüppi, Fotios Michos und Hansjörg Ziegler) befinden sich 66% der Aktien in festen Händen. Im Publikum gestreut sind damit lediglich 34%.

Poenina gehört mit einer Börsenkapitalisierung von 115 Mio. Fr. zum Handelsstart zu den sehr kleinen kotierten Werten. Dem Unternehmen fliessen durch die Kapitalerhöhung 21,4 Mio. Fr. zu. Die Mittel sollen zur Umsetzung der Wachstumsstrategie, zum Abbau von Fremdkapital sowie für allgemeine Geschäftszwecke dienen. Dabei stehen vor allem Investitionen in die Informatik im Vordergrund.

Das Unternehmen will, analog zum Elektroinstallateur Burkhalter, vor allem über die Akquisition von kleinen Gesellschaften wachsen. Das Potenzial ist gross, in der Branche sind rund 3000 Unternehmen aktiv. Der Grossteil sind Kleinbetriebe, die für Poenina in Betracht kommen. Nach der Stärkung der Kapitalbasis ist die Unternehmensführung im kommenden Jahr nun gefordert, hier Fortschritte zu realisieren.

Mit ihren Aktivitäten in den Bereichen Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik sowie in der Bedachung und der Spenglerei hat Poenina 2016 einen Umsatz von 114,4 Mio. Fr. und einen Gewinn von 6 Mio. Fr. realisiert. Unterstellt man für das laufende Jahr erneut einen Gewinn von 6 Mio. Fr., errechnet sich auf Basis des Platzierungspreises ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 19. Das entspricht etwa der Bewertung von Burkhalter: Das KGV beträgt für das laufende Jahr 20 und für das kommende 18.

Attraktive Ausschüttung

Der Börsenneuling dürfte keine Wachstumsstory mit hohen Zuwachsraten schreiben. Es kann jedoch mit einer stabilen Geschäfts- und damit auch Kursentwicklung gerechnet werden. Ein Reiz für den Anleger ist die in Aussicht gestellte Ausschüttung von jeweils rund zwei Dritteln des Gewinns. Auf Basis eines Überschusses von 6 Mio. Fr. entspricht dies für 2017 einer erwarteten Ausschüttung von rund 1,6 Fr. je Aktie. Gemessen am Platzierungspreis errechnet sich eine Dividendenrendite von ansehnlichen 3,5%. Burkhalter bieten mit 4,6% allerdings mehr.

Insgesamt können Poenina als defensive Anlage bezeichnet werden. Der Markt ist mit einem Streubesitz (Free Float) von 34% eng. Die Titel können dem Portfolio als reizvolle Ergänzung beigemischt werden.

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