Unternehmen / Gesundheit

Polyphor erhält weitere Finanzierung

Das Biotech-Unternehmen hat sich mit der französischen IRIS auf eine aktiengebundene Finanzierung über knapp 20 Mio. Fr. geeinigt.

(AWP/AS) Das Biotechunternehmen Polyphor (POLN 6.79 0.59%) hat sich eine aktiengebundene Finanzierung bis zu 19,3 Mio. Fr. gesichert. Man habe sich mit dem französischen Unternehmen IRIS darauf geeinigt, teilte die Gesellschaft am Dienstag mit.

Die Finanzierung werde über einen Zeitraum von zwei Jahren laufen. Dabei werde IRIS Polyphor-Aktien erhalten, die aus dem bedingten Kapital des Unternehmens auf der Grundlage eines zinsfreien Pflichtwandelanleihen-Programms geschaffen werden. Es liege im alleinigen Ermessen von Polyphor, die gestaffelte Finanzierung auszusetzen oder zu beenden.

Den Angaben zufolge hat sich IRIS verpflichtet, auf monatlicher Basis über einen Zeitraum von zwei Jahren vierundzwanzig Tranchen von jeweils 800’000 Fr. an ungesicherten Nullcoupon-Pflichtwandelanleihen zu kaufen. Je nach den Finanzierungsbedürfnissen von Polyphor kann das Programm demnach in Bezug auf den Zeitraum und die Grösse der Tranchen massgeschneidert werden.

Die Mittel sollen sicherstellen, dass Polyphor das Forschungsprogramm mit Balixafortide (Brustkrebs) zu Ende führen kann. Sektoranalyst Michael Nawrath von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) betont allerdings, dass der Einstieg von IRIS Capital nicht als «Validierung des Potenzials» von Balixafortide zu verstehen sei.

Während der zweijährigen Laufzeit wird IRIS jeden Monat die Pflichtwandelanleihen mit einem Abschlag auf den geltenden volumengewichteten Durchschnittspreis in Aktien umwandeln. Es sei zu erwarten, dass diese Aktien auf dem Markt oder in Blocktrades verkauft werden, schreibt Polyphor.

Polyphor verfügte Ende 2019 über 72 Mio. Fr. Cash. Gemäss Nawrath beträgt der monatliche Cash-Bedarf (Burn Rate) 4 bis 4,7 Mio. Fr.

Die Aktien gewannen im Morgenhandel etwas an Terrain. Um halb 11 notierten sie 7.96 (Hoch/Tief 2020: 4.90/9.40) Fr.

 

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