Unternehmen / Gesundheit

Polyphors Neustart überzeugt nicht

Analyse | Die Pharmafirma betont das Potenzial des Onkologiewirkstoffs und stellt zwei neue Phase-1-Studien in Aussicht. Doch die Aktien brechen ein.

Polyphor hat am Mittwoch mit dem Halbjahresergebnis die Anpassung seiner Strategie und zwei weitere Neubesetzungen auf Schlüsselpositionen bekanntgegeben, darunter den CFO (siehe Box unten).

Änderungen wurden nötig, nachdem Polyphor seine zwei Phase-III-Studien mit dem intravenös verabreichten Antibiotikum Murepavadin Mitte Juli abgebrochen hatte. Die Hoffnung, die Entwicklung mit einigen Anpassungen wieder aufzunehmen, begräbt das Unternehmen nun – aber nicht ganz. In präklinischen Experimenten will es ausloten, ob Murepavadin doch noch zur Bekämpfung einer schweren Form von Lungenentzündung eingesetzt werden könnte.

Zwei fremdfinanzierte klinische Studien

In geringerer Konzentration und inhalierbarer Form soll es auf jeden Fall zur Behandlung von Mukoviszidose (zystische Fibrose) getestet werden. Es wird erwartet, dass die nierenbelastenden Nebenwirkungen dann nicht auftreten. An der Telefonkonferenz präzisierte Forschungschef Frank Weber, er könne es zum jetzigen Zeitpunkt nicht versichern, es gäbe aber mehrere Hinweise darauf, dass die inhalierbare Form ein besseres Sicherheitsprofil aufweise. Unter anderem deuteten Versuche an Affen darauf hin.

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