Unternehmen / Industrie

Positive Erwartungen an Geberit

Der Sanitärtechniker dürfte 2018 im Umsatz moderat gewachsen sein, die Ebitda-Marge auf einem ausserordentlich hohen Niveau bleiben.

Der Aktienkurs des führenden Sanitärtechnikers ging im Oktober auf Talfahrt. Zu Jahresbeginn verstärkte sich der Trend noch, nachdem drei Banken Geberit auf «Verkaufen» gestellt und ein Kursziel in der Grössenordnung von 300 Fr. fixiert hatten. Die Wende kam am 15. Januar, Geberit notierten auf einem Tief von 361.30 Fr. Seither geht es mit dem Kurs im Trend wieder bergauf. Derzeit handeln die Valoren auf gut 400 Fr.

Positive Erwartungen

Darin spiegeln sich die positiven Erwartungen an den Jahresabschluss 2018, der am morgigen Dienstag, 12. März, publiziert wird. Die am 17. Januar veröffentlichten ersten Eckdaten zeigen ein Wachstum, das sich im vierten Quartal gar noch beschleunigt hat. Der Umsatz erreichte 3,1 Mrd. Fr., 5,9% mehr als im Vorjahr.

Die Ertragslage dürfte sich positiv entwickelt haben. Geberit stellte im Januar eine Ebitda-Marge von 28% in Aussicht – ein für ein Industrieunternehmen aussergewöhnlich hoher Wert. Das Gewinnwachstum dürfte deutlich höher ausgefallen sein. Allein in den ersten drei Quartalen 2018 erreichte es 18,2%, das vierte Quartal war zudem überraschend stark. «Finanz und Wirtschaft» hält an der Schätzung von 17.20 Fr. je Aktie fest, entsprechend einem Plus von rund 20%.

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Im laufenden Jahr dürfte sich der moderate Wachstumskurs umsatzmässig fortsetzen. Das Gewinnwachstum dürfte etwas weniger ausgeprägt ausfallen als 2018. So soll etwa das Branding von Sanitec auf Geberit umgestellt werden, was Sonderkosten von rund 10 Mio. Fr. verursachen wird. Dennoch erscheint ein Gewinnwachstum von rund 10% auf 19 Fr. je Titel möglich.

Auf diesem Niveau sind Geberit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 21 bewertet. Das ist für den Sanitärtechniker historisch ein eher niedriger Wert. Die Papiere des sehr soliden und gut geführten Unternehmens bleiben ein Kauf.

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