Unternehmen / Finanz

PostFinance stoppt Dividenden

Die renditeschwache Bank schüttet der Schweizerischen Post auf Jahre hinaus keine Dividende mehr aus und muss Eigenkapital aufbauen.

Die finanzielle Lage der PostFinance ist noch düsterer, als es scheint. Ausgewiesen hat sie 2018 einen schmalen Gewinn von 66 Mio. Fr. Ohne Änderung im Modell zur Berechnung der erwarteten Kreditausfälle hätte ein Verlust von 26 Mio. Fr. ausgewiesen werden müssen. Die prekäre Rentabilität bedeutet, dass PostFinance dem Postkonzern auf Jahre hinaus keine Dividende mehr zahlen wird.

Seit dem Geschäftsjahr 2018 berechnet PostFinance die erwarteten Kreditverluste nach einem anderen Modell, einer internationalen Buchhaltungsrichtlinie mit Namen IFRS 9. «Die Umstellung auf das neue Modell führte zu einem Erfolg von 92 Mio. Fr.», steht in den Erläuterungen des Geschäftsberichts. PostFinance-Sprecher Johannes Möri bestätigt Recherchen der FuW: «Ohne die Umstellung hätte ein Verlust von 26 Mio. Fr. resultiert.» PostFinance weist als statutarisches Ergebnis (nach den Rechnungslegungsvorschriften für Banken) einen Gewinn von 66 Mio. Fr. aus. 136 Mio. Fr. waren es im Vorjahr.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare