Märkte / Derivate

Preisanstieg beim Weizen ist übertrieben

Die US-Ernte fällt 2017 deutlich tiefer aus. Dennoch ist die Versorgung gesichert.

Der Weizenpreis ist in den vergangenen Wochen regelrecht explodiert. Seit Mitte Mai hat sich das Getreide an der Rohstoffbörse in Chicago um ein Drittel auf 5.60 $ je Scheffel verteuert. Die Notierung für US-Sommerweizen ist zwischenzeitlich gar mehr als 50% gestiegen und erreichte am Dienstag mit 8.10 $ je Scheffel den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren. Am Freitag lag der Preis wieder bei 7.75 $.

Schuld an der Preisrally ist vor allem das Wetter. Nach langer Trockenheit im Korngürtel zwischen Nebraska und Ohio, dem wichtigsten Anbaugebiet der USA, dürfte die kommende Ernte deutlich schlechter ausfallen als erwartet. Die Dürre sorgt dafür, dass sich die Pflanzen unterdurchschnittlich entwickeln. Gerade mal 37% sind derzeit von guter Qualität, schätzt das US-Agrarministerium USDA. Letztes Jahr waren es mehr als zwei Drittel. Wenn im September die Erntesaison beginnt, dürfte der Ertrag deutlich tiefer sein als 2016 und etwa auf dem Niveau der Saison davor liegen.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.