Unternehmen / Finanz

Privatbanken stehen unter Druck

Niedrige Zinsen, verunsicherte Kunden und schwache Aussichten lasten auf Bär, Vontobel und EFG.

Die Halbjahresabschlüsse der Privatbanken Julius Bär, Vontobel und EFG werden kaum positiv ausfallen. Schwache Aktienmärkte, niedrige Zinsen und hohe Unsicherheiten dominieren. Sie drücken nicht nur die Stimmung der Anleger, sondern auch den Ertrag der Privatbanken. «Der Markt erwartet für die Privatbanken ein schwächeres erstes Halbjahr, das Ausmass ist jedoch ungewiss», sagt Michael Kunz, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank.

Seit Anfang des Jahres ist die Entwicklung vieler Aktienindizes negativ. Das reduziert die verwalteten Vermögen und hat einen direkten Einfluss auf den Ertrag, denn der berechnet sich als Prozentsatz der zugrunde liegenden Gelder. Nach einem turbulenten Börsenstart, dem geplanten Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union und den anstehenden Wahlen in den USA sind Anleger verunsichert. Sie halten einen hohen Liquiditätsanteil. Darauf verdienen die Banken jedoch kein Geld. Im Gegenteil: Sie bezahlen der Schweizerischen Nationalbank einen Negativzins. Die Banken halten sich sehr bedeckt über den Umfang, in dem sie Negativzinsen an Kunden weitergeben.

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