Unternehmen / Finanz

Privatbanken stehen vor einer Trendwende

Die Auswirkungen des Niedrigzinsumfelds laufen aus. Grosse Institute können die Margenerosion aufhalten und die Konsolidierung vorantreiben.

Monika Hegglin und Ruedi Keller

Die Schweizer Privatbanken kämpfen mit zyklischen und strukturellen Problemen. Das Resultat ist eine gedämpfte Gewinnentwicklung. Eine Studie der Bankenanalysten von UBS macht jetzt Hoffnung, dass das Tief bei der Bruttomarge, also beim Ertrag auf den verwalteten Vermögen, erreicht sein könnte (vgl. Bruttomarge wird sich stabilisieren). Auch der strukturelle Wandel hat in diesem Jahr an Fahrt aufgenommen. Die Übernahmetätigkeit ist sprunghaft gestiegen. Die Bereinigung könnte sich im neuen Jahr nochmals beschleunigen (vgl. Ab nach Hause – hinaus in die Welt).

Die Bruttomarge sinkt bei allen untersuchten Privatbanken seit Jahren. Besonders die fallenden Zinsen (vgl. Zinsen sind der grösste Hebel) und die tiefen Handelsvolumen schmälerten den Ertrag der Banken. Die Finanzkrise hat die Anleger verunsichert, und ihre Risikoaversion haben sie noch immer nicht abgelegt. Sie investieren nur einen kleineren Teil ihres Vermögens an den Börsen. Darunter leidet das Kommissions- und Handelsgeschäft. Auf den Anlagegeldern ihrer Kunden verdienen die Banken im Tiefzinsumfeld kaum noch etwas.

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