Unternehmen / Finanz

Privatbanken strotzen vor Kraft

Die Schweizer Vermögensverwalter schlagen sich in der Coronapandemie hervorragend. An was das liegt, und welche Aktien jetzt einen Kauf wert sind.

Die Schweizer Banken sind unter Europas Geldhäusern die Gewinner in der Coronakrise. Laut einer neuen Studie der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman haben sie 2020 ihre Erträge am meisten steigern können – und das um satte 8,6% im Vergleich zum Vorjahr. Die meisten Institute des Kontinents schrumpften dagegen, vor allem dort, wo die Regierungen harte Massnahmen gegen die Eindämmung der Pandemie beschlossen hatten (vgl. Grafik).

In der Schweiz, wo die Regierung vergleichsweise geringe Einschränkungen erliess, mussten die Banken – auch dank dem staatlich gestützten Kreditprogramm für notleidende Unternehmen – geringere Rückstellungen für ausfallgefährdete Kredite bilden. Zum zweiten kam den Schweizer Banken ihre starke Stellung in der Vermögensverwaltung zu gute. Nach dem Einbruch im März erholten sich die internationalen Börsen rasch und sorgten dafür, dass die globalen Vermögen auf Rekordstände wuchsen. «Das neue Umfeld und die mögliche wirtschaftliche Erholung bieten für die Schweizer Banken in allen Segmenten eine ausgezeichnete Gelegenheit, die eigene Position zu stärken und von den Veränderungen zu profitieren», sagt Tobias Würgler, Partner und Bankenexperte bei Oliver Wyman.

Hohe Vermögen

So bestätigen auch 2021 die kotierten Schweizer Vermögensverwalter den starken Trend. Vergangene Woche präsentierten die Privatbanken Julius Bär und EFG International Zahlen für das erste Semester. Vontobel legte am Dienstag ihre Ergebnisse vor. Hier zeige sich «zum wiederholten Male das Phänomen, dass in günstigem Marktumfeld die Ziele leicht erfüllt werden können», schreibt Michael Kunz, Analyst bei der Zürcher KB. Alle drei konnten gutes Nettoneugeld anziehen und in der anhaltenden Börsenhausse die verwalteten Vermögen signifikant steigern, was sich auf Ertrag und Gewinn positiv auswirkte (vgl. Tabelle).

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