Unternehmen / Ausland

Private-Equity-Gesellschaften greifen nach Toshiba

Der womöglich grösste Private-Equity-Deal in Japan stürzt den Konzern in eine Führungskrise.

Es wäre eine Transaktion für die Geschichtsbücher. CVC Capital Partners, eine britische Private-Equity-Gesellschaft, will Toshiba für 20 Mrd. $ übernehmen. Kommt die Transaktion zustande, wäre es die grösste fremdfinanzierte Übernahme, die in Japan jemals stattgefunden hat.

Hinter den Kulissen spitzt sich der Bieterkampf um das traditionsreiche Konglomerat mit seinen strategisch wichtigen Geschäftszweigen wie der Nuklearindustrie und Halbleiterbeteiligungen allerdings zu. Auch die Investmentgesellschaften KKR aus den USA und Brookfield Asset Management aus Kanada prüfen offenbar eigene Angebote.

Die Private-Equity-Gesellschaften setzen auf das langfristige Potenzial des Konzerns. Die Suche nach Investitionen führt sie zunehmend auch nach Japan, auch wenn erst knapp ein Drittel der Privatmarkttransaktionen auf Asien entfällt. «Die Branche sitzt immer noch auf sehr viel Geld, das investiert werden will», sagt Samuel Traub, Analyst bei Credit Suisse. Das Dry Powder – Geld, das bereits gesprochen, aber noch nicht investiert ist – betrug für Fonds mit Asienfokus Ende 2020 rund 477 Mrd. $. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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