Märkte / Aktien

Pro und kontra Jahresendrally

Jeden Herbst fragen sich Anleger, ob die Börsen das Jahr mit einem Kursfeuerwerk ausklingen lassen. Die Chancen stehen nicht schlecht.

Das Schauspiel wiederholt sich alle Jahre: Wenn die Tage kürzer werden, fragen sich Investoren, ob eine Jahresendrally vor der Tür steht. So besagt das wohl berühmteste Börsenbonmot, Aktien im Mai zu verkaufen, den Wiedereinstieg im September aber nicht zu verpassen.

Dass diese Regel kein Hirngespinst ist, belegt die Forschung. So hat Wharton-Professor Jeremy Siegel in seinem Buch «Stocks for the long run» gezeigt, dass Aktien von November bis Januar tatsächlich besser abschneiden als in den Sommermonaten.

Anlagenotstand herrscht

Wie aber präsentiert sich die gegenwärtige Lage? Für eine Jahresendrally spricht die weit verbreitete Meinung, Aktien seien im derzeitigen Niedrigzinsumfeld alternativlos. Mit ihrem Verzicht auf die erste Zinserhöhung seit fast einem Jahrzehnt erhält die US-Notenbank den Anlagenotstand aufrecht und zwingt auch andere Währungshüter, ihren expansiven Kurs fortzusetzen oder gar zu verschärfen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?