Märkte / Makro

Produzentenpreis-Index im Juli leicht gestiegen

Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise ist im Juli im Vergleich zum Vormonat um 0,5% gestiegen.

(AWP) Die Produzentenpreise sind im Juli im Vergleich zum Vormonat erneut leicht gestiegen, die Jahresteuerung zog ebenfalls leicht an. Konkret stieg der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise PPI im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,5% auf 103,2 Punkte.

Im Jahresvergleich, also zum Juli 2020, lag das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten damit um 3,3% höher, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte. Dies ist ein leichter Anstieg im Vergleich zum Juni, als die Jahresteuerung der Produzentenpreise noch bei 2,9% gelegen hatte.

Die beiden Unterindizes des PPI zogen im Juli ebenfalls leicht an. Für den Anstieg des Produzentenpreisindexes (+0,3%) waren vor allem die höheren Preise für Metallprodukte verantwortlich. Teurer wurden auch Mineralölprodukte, Metalle und Metallhalbzeug. Sinkende Preise zeigten hingegen Schweinefleisch, Schlachtschweine sowie Bestrahlungs-, Elektrotherapie- und elektromedizinische Geräte.

Beim Importpreisindex (+0,7%) wurden Preiserhöhungen insbesondere für Mineralölprodukte, Erdöl und Erdgas (Erdgas 1.82 -3.75%), Metalle und Metallhalbzeug, aber auch für Produkte des Stahl- und Leichtmetallbaus, Computer und periphere Geräte sowie sonstige Metallwaren registriert. Billiger wurden dagegen Gemüse, Melonen und Kartoffeln.

Die PPI-Jahresteuerung war nach Beginn der Pandemie – vor allem wegen des sinkenden Ölpreises und des stärkeren Frankens – stark in den Minusbereich gesunken und im Mai 2020 bis auf -4,5% gefallen. Seither ist sie aber wieder deutlich gestiegen.

Der PPI gilt als Vorlaufindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise, da die Kosten der Produktion normalerweise auf die Konsumentenpreise abgewälzt werden. Er hat allerdings deutlich höhere Ausschläge bzw. ist aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohstoffen viel volatiler.

Leser-Kommentare

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Oliver Schmid 13.08.2021 - 09:18
Wenn die Produzentenpreise jetzt schon bei 3.3% liegen und die Hersteller immer noch zuwenig Rohmaterial haben, wird der Wert weiter steigen. Da dies ja der Vorläufer der Konsumentenpreise ist, wird auch dieser Wert Ende Jahr wohl um 4% liegen. Die Zeiten sind def. vorbei, wo wir in der CH Minusteuerung hatten. Das einzige was noch Minus ist, sind die Zinsen.… Weiterlesen »