Protein kommt vom griechischen «proteios»: vorrangig, grundlegend. Eiweiss, wie der deutsche Begriff dafür heisst, plus Kohlenhydrate und Fette liefern dem Körper als Hauptnährstoffe Energie; Proteine sind unentbehrlich für den ­Muskelaufbau. Die Körperzellen bedürfen zu ihrem Aufbau, zur Erhaltung und Erneuerung einer Nahrung, die Proteine enthält. Es leuchtet ein, dass der Bedarf in den Wachstumsphasen am höchsten ist. Mit täglich etwa 0,8 bis 1 Gramm pro Kilogramm Normalgewicht ist der Bedarf vollauf gedeckt. Die Amerikaner konsumieren weit mehr als nur genug davon, im Durchschnitt 113 Gramm pro Tag. In den vier Nachbarländern der Schweiz ist der Proteinverbrauch auch vergleichsweise luxuriös. Nach der Zusammensetzung speisen die Italiener wohl am vorbildlichsten, mit viel Proteinen aus pflanzlicher Herkunft. Ganz anders Argentinien: Dort geht nichts über einen «Asado», eine üppige Fleisch-Grillade. Die Rinderherden, die ihrerseits in der Pampa pflanzliche Proteine abweiden, müssen schliesslich verzehrt werden. Die Schweizer Durchschnittswerte machen sich gut: Mit 94 Gramm nicht allzu viel, Fleischverbrauch moderat, Konsum von Molkereiprodukten klischeegetreu hoch. Besonders gesund ernähren sich die Japaner, mit viel Fisch und Meeresgetier. In volkreichen, armen Ländern wie Indien oder Nigeria ist die eher knappe Proteinzufuhr vor allem pflanzlich.