Märkte / Makro

Putin tritt eine gefährliche Konfliktspirale los

Ukrainekrieg | Der Angriff Russlands auf die Ukraine wird harsche Sanktionen des Westens auslösen. Die Atommacht wird aber mit einer Vergeltung reagieren.

Der Überfall Russlands auf die Ukraine lässt auch die Beobachter ratlos zurück, die Wladimir Putin bis zuletzt einen Rest von rationalem Denken unterstellt haben. Der russische Präsident rief «die Entmilitarisierung und Entnazifizierung» der Ukraine als Ziel der Invasion aus, die am Donnerstag begonnen hat.

Das eine Schlagwort bedeutet offenbar eine empfindliche Schwächung der ukrainischen Armee, und das andere könnte sogar für einen angestrebten Regierungsumsturz in Kiew stehen. Über die genauen Absichten und Ziele seiner Aggression lässt der Kreml wie üblich die ganze Welt nur rätseln.

Moskau schliesst Besetzung aus

Zumindest eine Okkupation schliesst Putin bislang aus. Der Kreml hat offenbar die Lehren aus Afghanistan und dem Irak gezogen: «Die Armee eines Gegners kann zwar besiegt werden, aber das garantiert nicht die Kontrolle über das Land», schreibt Alexander Baunow, Chefredaktor von Carnegie.ru, der russischen Website der US-Denkfabrik.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.
c.schmoele 24.02.2022 - 20:20
Zitat aus diesem Beitrag, s.o.: „Eine formelle Garantie des Nichtbeitritts…“. Ja genau, solche Vorbedingungen haben zur jetzigen Situation geführt. Das Vorgehen Putins ist völlig skrupellos u hochrational. Eine Natomitgliedschaft der Ukraine wird als Sicherheitsbedrohung Rußlands mit ALLEN Mitteln unterbunden. Das Insistieren des Westens führt nun zur Abspaltung der 2 Provinzen u vermutlich zum Einsetzen einer rußlandfreundlichen Regierung in Kiew. Die… Weiterlesen »