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Raiffeisen Schweiz streicht bis zu 200 Stellen

Die Genossenschaftszentrale befindet sich mitten im Umbau und stellt sich auf die Umstellung der Finanzierung durch ihre Besitzerbanken ein.

Raiffeisen Schweiz will 100 Mio. Fr. einsparen. Dafür sollen bis 2020 maximal 200 Stellen abgebaut werden, wie die Genossenschaftszentrale in St. Gallen mitteilt. Ein substanzieller Teil des Abbaus soll durch natürliche Fluktuation und (Früh-)Pensionierungen erreicht werden.

Die Massnahmen würden unabhängig vom Programm «Reform 21» getroffen, innerhalb dessen die 246 Raiffeisenbanken ihre Zentrale in diesem Jahr umbauen. Damit holen sich die Besitzerbanken Entscheidungshoheit über Raiffeisen Schweiz zurück.

Auf den Prüfstand soll auch das Dienstleistungsangebot der Zentrale für die Banken kommen, ebenso die Finanzierung dieser Leistungen. Dem Vernehmen nach wünschen sich die Banken günstigere Preise, manche würden wohl auch weniger Service beziehen wollen. Die Einsparungen von Raiffeisen Schweiz müssen auch vor diesem Hintergrund gesehen werden. (Lesen Sie hier mehr)

Neue Departementstruktur

Zugleich baut Raiffeisen Schweiz ihre Departementstruktur um. Neu gibt es die Geschäftsleitungsbereiche Raiffeisenbank Services und Firmenkunden & Niederlassungen. In Ersterem werden die Leistungen gebündelt, die die Zentrale für die Einzelbanken erbringt, beispielsweise Vertriebsunterstützung und Marketing. Der Departementleiter soll bis Juli bestimmt sein.

Im Bereich Firmenkunden & Niederlassungen werden sämtliche Dienstleistungen zusammengefasst, die Raiffeisen Schweiz gegenüber Kunden direkt erbringt. Urs Gauch wird das Departement leiten.

Diese beiden kundenorientierten Departemente werden durch die Einheiten Produkte & Investment Services sowie Treasury & Markets unterstützt. Ersteres bietet Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Vorsorgen und Vermögen. Letzteres kümmert sich um markt- und handelsorientierte Themen. Die Departemente werden interimistisch von Roland Altwegg beziehungsweise Werner Leuthard verantwortet.

Die Departemente Finanzen & Personal, Risiko & Compliance sowie IT & Services bleiben unverändert. Die Neuorganisation tritt per 1. Juli in Kraft.

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