Märkte / Makro

Realzinsen setzen der Geldpolitik Grenzen

Die Europäische Zentralbank steht vor dem Problem sinkender Inflationserwartungen und einer schwindenden Reaktionsfähigkeit angesichts negativer Zinsen.

Mario Draghi ist ein erfolgreicher Notenbanker. Die Regierungschefs des Europäischen Rats empfingen den EZB-Präsidenten, dessen Amtszeit Ende Oktober endet, gemäss Medienberichten mit stehendem Applaus – was ungewöhnlich ist. Trotzdem übernimmt seine Nachfolgerin, Christine Lagarde, kein einfaches Dossier. Die Anleihenmärkte feiern die Nomination zwar bereits mit kräftigen Kurssprüngen, und die Verzinsung von Staatsanleihen erreichte neue Rekordtiefs. Zehnjährige Laufzeiten rentieren fast überall unter null in der Erwartung, dass die künftige EZB-Präsidentin die Geldpolitik noch einmal lockert. Dabei sind die Grenzen des Machbaren bereits unübersehbar.

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