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Regeneron liefert Dosen zur Covid-19-Behandlung an die USA

Die US-Regierung hat beim Roche-Partner Regeneron für 2,63 Mrd. $ weitere 1,25 Mio. Dosen zur Behandlung von Covid-19-Patienten bestellt.

(AWP/RB) Der Roche-Partner Regeneron wird der US-Regierung bis Ende Juni 2021 bis zu 1,25 Mio. weitere fertige Dosen seines Corona-Cocktails verkaufen. Das US-Gesundheitsministerium (HHS) und das Verteidigungsministerium (DOD) hätten im Rahmen der Operation Warp Speed zusätzliche Mengen des Antikörper-Cocktails aus Casirivimab und Imdevimab bei Regeneron bestellt, teilte Roche (ROG 316.65 +1.47%) in der Nacht auf Mittwoch mit.

Der Cocktail soll zur Behandlung von COVID-19-Patienten ausserhalb von Spitälern zum Einsatz kommen. Dabei werde die US-Regierung den Angaben zufolge diese zusätzlichen Dosen für die Patienten kostenlos zur Verfügung stellen.

Regeneron liefert der Mitteilung zufolge bereits Dosen für die Behandlung von etwa 300 000 Menschen, so dass sich die gesamte potenzielle Abnahme auf über 1,5 Mio. Dosen in den USA erhöht.

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Casirivimab und Imdevimab werden derzeit weiter in klinischen Studien zur Behandlung von COVID-19 bei bestimmten hospitalisierten und nicht-hospitalisierten Patienten untersucht.

Gewinnaufteilung

Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen den beiden Konzernen ist Regeneron für die Entwicklung und den Vertrieb der Behandlung in den USA verantwortlich, während Roche hauptsächlich für die Entwicklung und den Vertrieb ausserhalb der USA zuständig ist.

Auf Anfrage der FuW teilt Roche-Sprecher Karsten Kleine mit, alle Bruttogewinne, seien sie in den USA oder ausserhalb erzielt worden, würden aggregiert und gemäss einer Formel aufgeteilt. Dabei werde Regeneron voraussichtlich etwa 50 bis 60% des Bruttogewinns erhalten, je nachdem wie viel jedes Unternehmen zur Produktion beitrage. «Wir erwarten, dass wir gemeinsam mindestens zwei Millionen Dosen pro Jahr liefern können, wobei die ersten von Roche hergestellten Dosen im ersten Quartal 2021 verfügbar sein werden», schreibt Kleine.

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