Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Finanzkrise: 10 Jahre danach
Unternehmen / Finanz

Regulierung darf Wachstum nicht ausschliessen

Das Regelwerk Basel III steht. Jetzt muss der Fokus auf die Weiterentwicklung des Geschäfts schwenken – zum Nutzen der Systemstabilität.

«Nie wieder», lautet die Forderung, soll eine Grossbank vom Staat gerettet werden müssen. Die Finanzkrise hatte offenbart, wie schwach kapitalisiert viele Grossbanken waren, vor allem aber: wie vernetzt sie waren. Das Untergehen eines einzelnen Akteurs drohte zahlreiche weitere Institute mitzureissen – ein Dominoeffekt mit potenziell verheerenden Folgen für die Gesamtwirtschaft.

Mit diesem Blickwinkel wird seit 2010 unter dem Dach des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (Basel Committee on Banking Supervision, BCBS) die internationale Bankenregulierung erneuert.

Das Regulierungswerk Basel III will über diverse Ansatzpunkte das Risiko eines künftigen Systemzusammenbruchs minimieren. Die Vorgaben an die Eigenkapitalausstattung wurden nominell erhöht und gleichzeitig die qualitativen Anforderungen an die regulatorisch anrechenbaren Mittel verschärft. Beispielsweise werden Goodwill und Steuerguthaben nicht mehr als regulatorisches Kapital anerkannt. Sie mögen zwar einen Wert haben. Zur Deckung von Verlusten taugen sie jedoch nicht. Insgesamt haben die Massnahmen zur Folge, dass das Total der verlusttragenden Eigenmittel der internationalen Grossbanken künftig ein Vielfaches des Vorkrisenniveaus betragen wird.

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