Unternehmen / Finanz

Reiche sehen Private Equity skeptischer

Profianleger sind weniger überzeugt vom Renditeversprechen. Die Expansion der Investmentanbieter wird gebremst.

Mit dem raschen Wiederanstieg der Aktienbörsen kommen auch die nichtbörslichen Finanzmarktsegmente wieder flott. Spezialisierte Investmentanbieter wärmen Deals auf, die wegen der ungewiss gewordenen ­Wirtschaftslage auf Eis lagen. So hat die schweizerische Partners Group letzte Woche eine Beteiligung an Rovensa angekündigt. Das portugiesische Unternehmen setzt mit nachhaltigen Landwirtschaftsprodukten jährlich etwa 360 Mio. € um. Derweil hat die schwedische Wettbewerberin EQT für ihre Private-Equity-Fonds zuletzt Gesellschaften der Branchen Desinfektionsprodukte und Internet-Grafikelemente akquiriert.

Beide Finanzunternehmen haben die gegen Gebühr betreuten Kundengelder in den ersten sechs Monaten des Jahres gesteigert, aber deutlich weniger als in den vorhergehenden Semestern. Wegen Wertkorrekturen und Mittelrückzügen weist Partners Group eine noch 2%ige Aus­weitung der Summe auf 90 Mrd. Fr. aus, EQT eine von lediglich 0,5% auf umgerechnet 43 Mrd. Fr. Dennoch sind ihre Aktien ­dieses Jahr gesucht. Partners Group notieren gemessen an der für 2020 re­duzierten Gewinnschätzung zum Kurs-Gewinn-Verhältnis von 35. EQT sind noch teurer, weil sie seit der Börsenplatzierung im ­September in Stockholm unaufhörlich ­gestiegen sind.

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