Märkte

Rekordpreise für Bauholz

Der Preisanstieg spiegelt die blühende US-Baukonjunktur. Produktionsausfälle sind mitschuldig.

Wenn die Nachfrage steigt und gleichzeitig ein Teil der Produktion ausfällt, zieht der Preis an. Genau das ist wegen der Coronapandemie am nordamerikanischen Holzmarkt passiert. An der Terminbörse in Chicago haben sich die Lumber-Preise seit dem Tief im März mehr als verdoppelt. Über 800 $ kostet ein Stapel ­Nadelholzbretter, so viel wie noch nie zuvor. Mit einem Kursanstieg von fast 100% seit Anfang Jahr hat Bauholz alle anderen Rohstoffe und Edelmetalle übertroffen, selbst Silber.

In normalen Zeiten ist der Holzpreis ähnlich wie der von Kupfer ein guter Indikator für die Baukonjunktur, besonders in den USA, wo Holz das bevorzugte Baumaterial für Wohnhäuser ist. Für ein Durchschnittshaus werden dort gemäss Angaben des nationalen Hausbauverbands ­ungefähr 34 Kubikmeter Tannenholz verarbeitet. Steigen die Holzpreise, ist das ein Zeichen, dass mehr gebaut wird und es mit der Wirtschaft aufwärtsgeht. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?