Unternehmen / Gesundheit

Relief Therapeutics schreibt Verlust

Das Biotech-Unternehmen hat die Produktentwicklung intensiviert. Deswegen resultiert ein hoher Halbjahresverlust.

(AWP) Das Biotechunternehmen Relief Therapeutics (RLF 0.10 -4.85%) hat im ersten Halbjahr 2021 deutlich höhere Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung verbucht. Da das Unternehmen noch keine Einnahmen hat, ergab sich unter dem Strich ein Verlust.

So ist der Dienstleistungsaufwand in den ersten sechs Monaten um mehr als 5 Mio. Fr. auf 8,3 Mio. angestiegen. Die sei hauptsächlich den Entwicklungsaktivitäten für RLF-100 und ACER-001 geschuldet gewesen, teilte Relief Therapeutics am Freitag mit.

Auch der Personalaufwand vervielfachte sich auf 3,4 Mio. von 0,2 Mio. im Vorjahreszeitraum. Die Durchführung und Überwachung von Entwicklungs- und Verwaltungsprojekten habe zusätzliche Fachkräfte erfordert.

Die Rechts- und Verwaltungsdienstleistungen stiegen im Halbjahr auf 3,2 Mio. nach 0,4 Mio. Sie spiegelten den Bedarf des Unternehmens an Rechts- und Fachdienstleistungen im Zusammenhang mit seinen Geschäftsaktivitäten, einschliesslich der Übernahme von APR und AdVita, wider.

Unter dem Strich resultierte damit ein Verlust von 14,7 Mio. Fr. Dass Relief im Vorjahreszeitraum einen Gewinn von 8,3 Mio. verbucht hatte, lag an buchhalterischen Massnahmen, wie die Gesellschaft seinerzeit erklärt hatte.

Die zur Verfügung stehenden Barmittel liegen laut Mitteilung per Berichtstag bei 40 Mio. Fr. Finanzierungsrunden seit Jahresbeginn sowie die Kotierung weiterer Aktien hätten dem Unternehmen ausreichend Mittel in die Kasse gespült, wird Finanzchef Jack Weinstein zitiert.

Unternehmenswandel schreitet voran

Bereits im Laufe des ersten Quartals 2020 hatte Relief die Entwicklungspläne für RLF100 (Aviptadil) geändert und begonnen, das Mittel bei mittelschwer und schwer erkrankten Corona-Patienten einzusetzen. Nun warte man auf die Entscheidung der US-Zulassungsbehörde über den Antrag auf Notfallzulassung für die intravenöse Darreichung von RLF-100 (Aviptadil). Eingereicht wurde der Antrag vom Partner NeuroRx.

Relief selbst habe sich in den vergangenen Monaten in ein voll integriertes, mehrere Produkte umfassendes biopharmazeutisches Unternehmen umgewandelt, wird Raghuram Selvaraju, Vorsitzender des Verwaltungsrats von Relief, in der Mitteilung zitiert.

So habe man etwa mit der Übernahme von APR Applied Pharma Research SA (APR) die Pipeline für Spezialmedikamente erweitert und diversifiziert.

Leser-Kommentare

Sibyl Kade 24.09.2021 - 10:12

Sehr geehrter Herr Schmocker, als letzten Satz schreiben Sie: “FuW hat bislang vom Kauf abgeraten”. Bislang, und jetzt?

Arno Schmocker 24.09.2021 - 13:39

Sehr geehrte Frau Kade,
Auch jetzt nicht. Zu raten, auf einen positiven FDA-Entscheid für das Corona-Medikament zu setzen, ist reine Spekulation.
Mit freundlichen Grüssen, Arno Schmocker

Sibyl Kade 24.09.2021 - 17:38

Sehr geehrter Herr Schmocker, vielen, lieben Dank für Ihre Antwort. Ein schönes Wochenende und freundliche Grüsse sendet Ihnen Sibyl Kade.