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Reliefs Coronamittel zeigt erneut gute Resultate

Der Wirkstoffkandidat konnte schwer kranken Coronapatienten gemäss nicht wissenschaftlichen Studiendaten helfen.

(AWP/RB) Das Biotech-Unternehmen Relief Therapeutics (RLF 0.39 +16.32%) und sein Partner NeuroRx treiben die Entwicklung des Wirkstoffkandidaten RLF-100 (Aviptadil) weiter voran. Dabei seien in den USA nun mehr als 175 Patienten mit kritischer Coronaerkrankung und Atemstillstand, die zudem eine schwere Vorerkrankung durchlitten hätten, in ein erweitertes Härtefallprogramm aufgenommen worden, teilte Relief am Dienstag mit.

Bei diesen Patienten mit schwerer Komorbidität wie Organtransplantationen, kürzlichem Herzinfarkt oder Krebs habe sich der Zustand in der Coronabehandlung mit zugelassenen Covid-19-Therapien verschlechtert. Derweil hätten von 90 Intensivpatienten, die in der Nachbehandlung bisher 28 Tage mit RLF-100 behandelt worden seien, insgesamt 72% bis zum Tag 28 überlebt.

Früher publizierte Daten haben bei 24 Patienten, die die Standardtherapie erhalten hatten, eine Überlebensrate von lediglich 17% gezeigt. Die neuen, erweiterten Daten zeigen für RLF-100 damit erneut einen deutlich positiven Effekt. Allerdings entstammen die Resultate nicht einer Studie, die alle wissenschaftlichen Standards befolgt, wie etwa Placebokontrolle und Verblindung (Ärzte nicht wissen nicht, wer den Wirkstoff und wer das Placebo erhält).

Trotz der Fortschritte in der Behandlung von Corona bleibe das Überleben der Höchstrisikopatienten aufgrund der schweren Komorbidität ohne eine wirksame Therapie weiterhin schwierig, hält Relief fest. Noch seien die Vorteile der Behandlung mit RLF-100 anhand einer randomisierten prospektiven Studie nicht nachgewiesen worden, gleichzeitig habe man aber auch keine ernsthaften Behandlungsrisiken festgestellt. Die Resultate einer Phase-2b/3-Studie zur Sicherheit und zur Wirksamkeit werden für Januar erwartet.

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