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Reliefs Coronamedikament scheitert

Die US-Regierung wird Aviptadil nicht länger an schwer kranken Coronapatienten testen. Im US-Handel verlieren Relief Therapeutics mehr als 40%.

Als Coronamedikament dürfte Aviptadil nach dem Scheitern einer wichtigen Studie nicht auf den Markt kommen. Das Datenüberwachungskomitee (Data Safety Monitoring Board) der US-Behörde National Institutes of Health (NIH) hat am Mittwochabend (Lokalzeit) die Einstellung der Studie mit dem Coronakandidaten Aviptadil (RLF-100) empfohlen. 

Bei der Zwischenanalyse nach fast drei Viertel der 640 angestrebten hospitalisierten Coronapatienten erschien es nicht realistisch, dass das Peptid noch einen statistisch relevanten klinischen Nutzen zeigen könnte.

Kein klinischer Nutzen nachgewiesen

Die Patienten, die zusätzlich zur Standardtherapie Aviptadil erhielten, haben 90 Tage nach der ersten Behandlung keinen deutlich besseren Gesundheitszustand gezeigt. Das teilte erst Reliefs ehemaliger Partner NRx Pharmaceuticals, später dann Relief selbst in einem Communiqué mit. Auch die Zahl der Todesfälle konnte das Mittel nicht reduzieren.

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