Unternehmen / Gesundheit

Reliefs Streit wird schmutzig

Analyse | Der US-Partner NRx beansprucht das potenzielle Coronamedikament offenbar für sich.

Die Beziehung zwischen Relief Therapeutics und ihrem Partner NRx (NeuroRx) ist offenbar massiv zerrüttet. Die beiden entwickeln eigentlich ein Medikament, das schwerkranken Coronapatienten in einer Studie geholfen hat. Die US-Notfallzulassung wurde Anfang Juni beantragt, der Entscheid könnte jederzeit fallen. Doch die Verlautbarungen von NRx lassen darauf schliessen, dass sie die Entwicklung und die Vermarktung von Zyesami, wie sie es nennt (RLF-100 für Relief), allein vorantreiben will.

Relief sieht ihre Rechte dadurch verletzt. Am Donnerstag hat sie in New York Klage gegen NRx eingereicht. Laut dem Zusammenarbeitsvertrag sollten die Aktivitäten von NeuroRx auf die USA, ­Kanada und Israel beschränkt bleiben. Vereinbarungen mit Entwicklern und Auftragsfertigern bedürfen der Zustimmung von Relief. NRx habe beides verletzt, beklagen die Genfer. Die Amerikaner haben in den jüngsten Medienmitteilungen offen Schritte in die angeprangerte Richtung angekündigt. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Raphael Egger 12.10.2021 - 21:49

Gambling, warum nicht?