Märkte / Rohstoffe

Renaissance der Kernkraft beflügelt Uranpreise

Das Streben nach Versorgungssicherheit und Klimaschutz fördert die Urannachfrage. Die Notierungen bewegen sich auf einem Mehrjahreshoch.

Der Ukrainekrieg hat das Thema Energieversorgung mit Nachdruck auf die politische Agenda zurückgebracht. Besonders in den direkt betroffenen europäischen Staaten wird heftig debattiert, wie die Abhängigkeit von russischen Gas- und Öllieferungen reduziert werden kann. Einen wichtigen Beitrag dürfte hierbei die Kernkraft liefern, die – beispielsweise über Laufzeitverlängerungen – bereits mit den verschärften Klimavorgaben eine Renaissance erfahren hat.

Die Förderung der Kernkraft bringt allerdings weitere Herausforderungen mit sich. Denn nicht nur spielt Russland in der globalen Uranversorgung eine bedeutende Rolle. Auch hat sich mit Kasachstan ein langjähriger Verbündeter Russlands als grösster globaler Produzent des Energieträgers etabliert.

Boykott möglich

Während US-Präsident Joe Biden einen Importstopp für russisches Uran bislang ausgeschlossen hat, haben sich diese Woche entsprechende Forderungen aus dem republikanischen Lager intensiviert. Gleichzeitig kann nicht ausgeschlossen werden, dass Russland als Antwort auf die westlichen Sanktionen seinerseits die Ausfuhr von Uran unterbindet. Die Befürchtung, dass sich die Versorgungssituation verschlechtert, hat die Notierungen von Uranoxid auf ein neues Zehnjahreshoch getrieben.

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