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Repower kehrt in die Gewinnzone zurück

Der Energiekonzern schliesst das Jahr 2017 erfolgreich ab. Nach einer gesteigerten Gesamtleistung bleibt erstmals seit fünf Jahren wieder ein Gewinn. Auf eine Dividende wird dennoch verzichtet.

(AWP) Der Energiekonzern Repower (Repower 0 0%) hat im Gesamtjahr 2017 die Gesamtleistung gesteigert und erstmals seit 2012 wieder einen Gewinn erzielt. Der Berichtszeitraum sei von der Stärkung des Kerngeschäftes sowie dem Umbau von Repower zu einem dienstleistungsorientierten Unternehmen geprägt gewesen. Der bisherige Verwaltungsratspräsident Pierin Vincenz soll ausserdem durch Monika Krüsi ersetzt werden.

Konkret stieg die Gesamtleistung 2017 nach deutlichen Rückgängen in den Vorjahren wieder und zwar um 7,1% auf 1,85 Mrd.  Fr., wie das Bündner Unternehmen mit Sitz in Poschiavo am Dienstag mitteilt. Derweil legte der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit auf 34 Mio. Fr. nach 22 Mio. im Vorjahreszeitraum zu. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 20 Mio. nach einem Verlust von 1 Mio. im Vorjahr.

Wie bereits im vergangenen September angekündigt, hat der Repower-Konzern rückwirkend per Anfang 2017 den Rechnungslegungsstandard auf Swiss GAAP FER von IFRS gewechselt. Das Unternehmen nannte zur Begründung die «zunehmende Komplexität und die aufwendigen Detailregelungen der IFRS», welche «zunehmend zu beträchtlichem Mehraufwand und steigenden Kosten» führen würden.

Keine Dividende

Zur Begründung der Resultate erklärt Repower in der Pressemitteilung, dass «das Marktumfeld auch 2017 anspruchsvoll geblieben» sei. Dennoch habe sich eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr abgezeichnet. Insbesondere im zweiten Halbjahr habe sich eine stabilere wirtschaftliche Entwicklung positiv auf die Energiepreise und den Euro-Franken-Wechselkurs ausgewirkt. Von einer nachhaltigen Erholung könne aber trotzdem noch nicht gesprochen werden, heisst es weiter.

Aufgrund der weiterhin angespannten Ertragslage und zur Stärkung des Unternehmens beantrage der Verwaltungsrat daher auch für das Geschäftsjahr 2017 auf eine Dividende zu verzichten. Die Generalversammlung wird am 16. Mai 2018 in Landquart stattfinden.

Im Ausblick für 2018 gibt sich Repower optimistisch. Die Marktbedingungen blieben zwar herausfordernd und es sei mit einer zunehmenden Volatilität der Marktpreise zu rechnen, doch schaue man zuversichtlich in die Zukunft, heisst es. Mit einer starken Kapitalbasis wolle das Unternehmen die Wertsicherung der Wasserkraft vorantreiben und ihr Dienstleistungsgeschäft weiter ausbauen. Mit der Entwicklung von neuen Produkten und Services solle ausserdem das operative Ergebnis zunehmend gestärkt werden. Nichtsdestotrotz soll dieses 2018 aber tiefer ausfallen als 2017.

VR: Krüsi ersetz Vincenz

Im Januar hatte Repower bereits vermeldet, dass sich Pierin Vincenz an der kommenden Generalversammlung nicht mehr als Präsident des Verwaltungsrates zur Verfügung stellt. Zuvor war der ehemalige Chef der Raiffeisen Schweiz-Gruppe, der derzeit in Zürich wegen Verdachts auf ungetreue Geschäftsbesorgung in Untersuchungshaft sitzt, auch aus den Verwaltungsräten anderer Unternehmen zurückgetreten.

Ersetzt werden soll Vincenz an der kommenden Generalversammlung nun durch Monika Krüsi, wie Repower bekannt gibt. Krüsi ist seit 2003 Partnerin der Unternehmensberatung MKP Consulting. Weiter trete Rolf Mathis, im Verwaltungsrat seit 2003, nicht mehr zur Wiederwahl an. An seiner Stelle wird Hansueli Sallenbach als neues Mitglied Verwaltungsrates vorgeschlagen.

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