Der «Greenback» herrscht unumstritten. Der amerikanische Dollar ist die wichtigste, mächtigste Währung der Welt, bei weitem. 62% aller Zentralbankreserven – die sich im ersten Quartal des laufenden Jahres auf 10,9 Billionen Dollar (bzw. 10‘900 Mrd. Dollar) summierten – lauten auf die amerikanische Währung. Diese wird also weiterhin global nachgefragt und somit die Leitwährung bleiben, ein «privilège exorbitant», wie es der damalige französische Finanzminister Giscard d’Estaing genannt hatte. Zwar deutlich abgeschlagen, doch ebenso deutlich vor dem Rest rangiert der Euro auf Platz zwei, mit einem Anteil von 20,2%. Ein signifikant höheres Gewicht dürfte die Gemeinschaftswährung einstweilen nicht erreichen, weil sie an unbehobenen strukturellen Schwächen krankt. Die Reserven in amerikanischer und in Eurozone-Währung machen zusammen also über 80% der weltweiten Notenbankreserven aus, alle weiteren Denominationen sind sozusagen nur Portfolioabrundung. Auf dritter Stelle liegt der japanische Yen mit gut 5% Anteil, etwas vor dem britischen Pfund Sterling. Der – nicht frei handelbare – chinesische Renminbi und der kanadische Dollar liegen fast gleichauf mit knapp 2%, danach folgt der australische Dollar. Der Schweizer Franken bringt es mit umgerechnet 15 Mrd. Dollar auf nur 0,15% Anteil, spielt also nur eine ganz kleine Rolle – zum Glück, sonst wäre er noch teurer.