Unternehmen / Finanz

Retrozessionen haben ausgedient

Die Geldhäuser suchen nach einem transparenteren Umgang mit Gebühren. Neue Einnahmequellen sind gefragt.

Banken und Vermögensverwalter wissen, dass die bisherigen Vertriebsentschädigungen über die Zeit wegfallen werden. Gefragt sind ein ­offener Umgang mit Interessenkonflikten und neue Entschädigungsmodelle.

Probleme zeigen sich überall. Die britische Finanzmarktaufsicht FSA hat am Dienstag der UBS eine Busse von über 13 Mio. Fr. auferlegt. Beim Verkauf des AIG Enhanced Variable Rate Fund zwischen 2003 und 2008 habe die Bank die Kunden unnötigen Risiken ausgesetzt, heisst es. Welche Rolle Vertriebsentschädigungen in diesem Fall spielten, ist offen. Sicher ist hingegen, dass solche Vorkommnisse das Misstrauen gegenüber der Finanzbranche schüren und sie letztlich zu mehr Transparenz zwingen werden. Die Analyse ist klar: Sobald ein Berater Provisionen von Dritten erhält, kann er dazu verleitet werden, ihre Interessen zu berücksichtigen und damit seine eigenen Interessen über diejenigen der Kunden zu stellen.

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