Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Corporate Governance
Unternehmen / Schweiz

Revisoren müssen unabhängig sein

Im Inland gibt es keine Vorschrift für die Dauer des Mandats der Buchprüfer. Deren Objektivität ist für Investoren zentral.

Christophe Volonté

Erstmals ist eine Revisionsgesellschaft von der US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) mit 9,3 Mio. $ gebüsst worden. Der Grund: Zwei ihrer Partner hatten zu enge private Beziehungen mit Kunden und hatten damit die Unabhängigkeitsregeln für Revisoren verletzt. Der Fall, der im September bekannt wurde, zeigt die Brisanz des Themas.

In den USA ist das Augenmerk auf die Unabhängigkeit der Revisionsgesellschaften seit den Bilanzskandalen von Enron oder WorldCom Anfang der Nullerjahre gross, und die Branche wurde mit dem Sarbanes-Oxley Act reguliert.

Mitte Juni ist in der EU eine Vorschrift in Kraft getreten, die eine Rotationspflicht auch für Revisionsgesellschaften als Ganzes vorschreibt. Kotierte Unternehmen müssen den Prüfauftrag nach zehn Jahren neu ausschreiben. Eine Revisionsgesellschaft dürfte dann maximal 20 Jahre ununterbrochen die Bücher prüfen oder höchstens 24 Jahre, wenn ihr eine zweite Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Seite gestellt werden würde.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Umfrage zur App «FuW jetzt»

Leser-Kommentare

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.