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Wo Robert Mugabe dereinst beigesetzt werden soll, ist unbekannt, ebenso ob Simbabwe für ihn ein Staatsbegräbnis ausrichten wird. Der Quasi-Staatsgründer jedenfalls ruht hier: Cecil John Rhodes, 1853–1902. Der britische Minenmagnat, Politiker und Imperialist stiess in den 1880er Jahren in diese Gegend vor, schwatzte den heimischen Häuptlingen windige Verträge ab und liess sich von London eine Charter ausstellen, die British South Africa Company. Diese krallte sich, mit kriegerischen Methoden, das Gebiet der heutigen Staaten Simbabwe (bis 1979 Rhodesien) und Sambia. Rhodes verstarb reich, doch jung, im fernen Muizenberg, wo die Kapstädter von heute feinen Fisch essen. Der Zug, der Rhodes’ Sarg vom Kap nach Bulawayo überführte, hielt unterwegs an jeder Station, für das trauernde Volk. Die Grabstätte liegt im Matobo-Nationalpark; «amaTobo» heisst in der Ndebele-Sprache Glatzkopf. Passend für diese Granitbrocken, die so wirken, als hätte der antike Sisyphus seine Arbeit eben doch zu Ende gebracht. 2012 wollten Mugabe-Loyalisten (damals hatte er noch welche) Rhodes’ Reste exhumieren und nach Grossbritannien verfrachten, doch der lokale Chief sowie Archäologen hielten dagegen – Mugabe auch.