Unternehmen / Konsum

Richemont-Anleger im Wechselbad

Die Perspektiven für das Geschäft in China und für den Onlinehandel mit dem Sorgenkind YNAP bestimmen den Aktienkurs.

Mitte November wird der Luxusgüterkonzern Richemont Halbjahreszahlen präsentieren. Sie dürften erfreulich ausfallen, wie die am vergangenen Dienstag veröffentlichten Quartalszahlen von Branchenführer LVMH gezeigt haben – die den Richemont-Aktien Schub verliehen: 10% Wochengewinn, lautete das Fazit. Beobachtungen der Analysten der Citigroup, wonach das Geschäft im September angezogen habe, schienen sich zu bewahrheiten.

Zum Start in die aktuelle Woche gab es jedoch einen Dämpfer, als China mit einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums auf 4,9% für das dritte Quartal enttäuschte. Richemont im SMI (und Swatch Group im SMIM) rangierten sogleich oben auf der Verliererliste im Index. Für den Konzern ist der Grossraum China der wichtigste Umsatzbringer.

Omnichannel-Strategie

Für das Geschäft in China setzt Richemont – wie in allen Marktregionen – auf eine Omnichannel-Strategie. Der Ausbau des E-Commerce hilft, die Folgen der Pandemie zu mildern. Eine Schlüsselrolle spielt die strategische Partnerschaft mit Farfetch und Alibaba, mit der Richemont über das Verkaufsportal Tmall Luxury Pavilion verbunden ist. Davon profitierte besonders die ertragsstarke Schmuckmarke Cartier.

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