Unternehmen / Konsum

Ein langer Weg für Richemont

Analyse | Der Luxusgüterkonzern legt durchwachsene Zahlen vor und halbiert die Dividende. Für Anleger ist keine Eile geboten.

Wetten, dass Sie mich in zehn ­Jahren fragen, wie unser Offline-Business läuft?», sagte Verwaltungsratspräsident Johann Rupert bei der Präsentation der Geschäftszahlen 2019/20 von Richemont. Damit reagierte er auf Fragen von Journalisten, die ihn über das vor einem Jahr eingeführte Geschäfts­segment Online ausfragten. Denn obwohl Yoox-Net a porter (YNAP) und Watch­finder in den vergangenen zwölf Monaten 15% Umsatz zulegen konnten, ist die ­Gewinnschwelle in weite Ferne gerückt.

Zuletzt wies der Bereich einen Verlust von 242 Mio. € aus nach 99 Mio. € im Jahr zuvor. Richemont begründet dies mit ­zunehmendem Preiskampf im E-Commerce sowie weiteren Investitionen in die Technologie. Rupert ist aber überzeugt, dass sich dieser Effort langfristig aus­zahlen wird: «Bereits heute kommen viele Kunden nur noch in die Boutique, um ihre Uhr oder das Schmuckstück abzuholen. Den Kaufentscheid haben sie längst zuvor auf einer Onlineplattform gefällt.»

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