Unternehmen / Konsum

Richemont will Optionen an Aktionäre ausgeben

Der Luxusgüterkonzern plant ein Treueprogramm für Aktionäre und will handelbare Warrants ausschütten.

(AWP) Mit einem Programm für Aktionärstreue will das Management des Luxugüterherstellers Liquidität im Unternehmen halten und gleichzeitig den Anteilseignern eine Möglichkeit bieten, von einer erwarteten zukünftigen Besserung der Lage profitieren zu können, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst.

Die Aktionäre müssen hierfür an der Generalversammlung am 9. September einer bedingten Kapitalerhöhung zustimmen. Die Aktionäre erhalten dabei für die von ihnen gehaltenen A- und B-Aktien je zwei A- oder B-Warrants. Der Ausübungspreis wird anhand des volumengewichteten Durchschnittpreis der Aktien bis zum 7. September festgelegt. Der Preis soll dabei dem niedrigeren Wert entweder der Periode ab heute oder ab dem 1. September entsprechen.

Das bedeutet, dass bei der Ausübung bei einem Preis von zum Beispiel 60 Fr. pro A-Aktie, 60 A-Warrants nötig wären, um eine Aktie zu erhalten.

Die Optionsscheine sollen am 18. September ausgegeben werden und eine Laufzeit von drei Jahren haben. Der Handel der Titel soll am 6. September 2023 enden und die Ausübungsperiode ist für den 11. bis 13. September 2023 vorgesehen. Die Generalversammlung muss dafür der Schaffung von bedingtem Kapital im Volumen von je 22 Mio. A- und B-Aktien zustimmen.

Das Unternehmen hatte die Möglichkeit zu einem solchen Schritt bereits Mitte Mai mit der Vorlage der Jahreszahlen angedeutet. Damals gab Richemont (CFR 94.18 -0.17%) bekannt, dass sich die Aktionäre mit einer auf 1 Fr. je A-Aktie halbierten Dividende zufrieden geben müssen. Als Ausgleich sollen sie dafür nun vom Treueprogramm profitieren.

Wendy Luhabe für Verwaltungsrat nominiert

Zudem wird der Generalversammlung eine Zuwahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Wendy Luhabe wird als Mitglied nominiert und sie soll Einsitz im Nominierungsausschuss nehmen, wie es weiter heisst. Luhabe habe eine lange Beziehung zu Richemont und stand von 2001 bis 2011 der südafrikanischen Tochtergesellschaft Vendôme South Africa vor.

Die Generalversammlung findet ohne Präsenz der Aktionäre statt. Sie können ihre Voten über Stimmrechtsvertreter abgeben.