Unternehmen / Konsum

Richemont enttäuscht mit Margenentwicklung

Analyse | Der Schmuck- und Uhrenhersteller verfehlt die Ergebniserwartungen. Die Aktien verlieren deutlich.

Es ist ein Bild mit vielen Facetten, darunter zu vielen negativen, das Richemont in der Vorlage der Jahreszahlen 2021/22 bietet. So passt der Gewinnausweis nicht zur fulminanten Umsatzentwicklung. Und was die Zukunft der Onlineplattform Ynap betrifft, kommt Richemont weniger rasch voran als erhofft. Zusammen mit dem von Unsicherheiten geprägten Umfeld reichte dies, die Aktien auf Talfahrt zu schicken.

«Wir stehen zu den Plänen mit Farfetch und weiteren Partnern», sagte Verwaltungsratspräsident Johann Rupert an einer Telefonkonferenz zur Neuaufstellung des noch nie rentablen Onlinegeschäfts. Die Gespräche seien konstruktiv, aber es gehe um komplexe Inhalte. In naher Zukunft soll eine Lösung vorliegen, was bisher für Ende Mai geplant war. Operativ näherte sich Ynap im abgelaufenen Geschäftsjahr der Gewinnschwelle.

Keine Prognose

Nach der vor allem in Nordamerika (+79% Umsatz) und Europa (+51%) stürmischen Umsatzentwicklung von +46% auf 19,18 Mrd. € wird sich Richemonts Geschäftsgang im laufenden Jahr zwangsläufig normalisieren. Eine Prognose gab das Unternehmen nicht ab. VR-Präsident Rupert ist wegen der starken Marktposition in Schmuck und im Segment Uhren zuversichtlich, dass ein im Vergleich zur Konkurrenz rascheres Wachstum möglich ist. Schmuck mit den Hauptmarken Cartier und Van Cleef & Arpels steigerte den Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr 49%. Noch etwas deutlicher wuchs das Segment Uhren (u. a. IWC, Jaeger-LeCoultre) mit 53%.

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