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Riesenameise steht vor dem IPO

Der Fintech-Konzern Ant Group soll noch im Oktober an die Börse. Credit Suisse profitiert davon doppelt.

Der geplante Börsengang (IPO) von Ant Group stellt alles in den Schatten. Zwischen 30 und 35 Mrd. $ soll der chinesische Fintech-Konzern am Aktienmarkt lösen. Damit steht der Welt nicht weniger als das grösste IPO der Geschichte bevor. Der saudische Ölriese Saudi Aramco brachte 2019 einen Bruchteil des Unternehmens an den Markt und löste inklusive Mehrzuteilungsoptionen knapp unter 30 Mrd. $. Wird Ant den Erwartungen gerecht, ist der Konzern bald mit 250 Mrd. $ bewertet. 

Zu den Gewinnern des Börsengangs zählt die Credit Suisse (CS). Im Rahmen einer Finanzierungsrunde kaufte die Grossbank gemäss Medienberichten vor zwei Jahren Ant-Aktien für fast 100 Mio. $. Damals war Ant mit 150 Mrd. $ bewertet. Die aktuelle Bewertung dürfte der CS beim IPO einen gewaltigen Buchgewinn bescheren. Und damit nicht genug: Die CS ist  am Börsengang aktiv beteiligt. Wie sie gegenüber FuW sagt, übernimmt sie für das IPO in Hongkong die Rolle als Sole Joint Global Coordinator. In dieser Position bestreitet sie die Vermarktung der Anteile an Investoren und koordiniert den Preisbildungsprozess. Bereits 2006 hat sie die Ant-Grossaktionärin Alibaba, die weltgrösste Handelsplattform, in New York an die Börse geführt und auch bei der Zweitkotierung in Hongkong 2019 unterstützt. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.

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