Unternehmen / Industrie

Rieter-CEO: «Es liegen gute Jahre vor uns»

Der Spinnmaschinenbauer hat seine Position mit Neuentwicklungen und dem Kauf des Spulmaschinengeschäfts entscheidend verbessert.

So aufgeräumt und locker hat man Norbert Klapper, CEO des Spinnmaschinenherstellers Rieter, kaum je gesehen. Seine Präsentation an der Schweizer Aktienkonferenz Investora in Zürich war eloquent und sprühte vor Zuversicht. Bisher wirkte der Manager oft eher reserviert und förmlich. Kein Wunder: Noch im März musste Klapper für 2020 einen Verlust von fast 90 Mio. Fr. bekanntgeben. Und das, nachdem schon 2019 ein Verlustjahr war, wenn der Sondergewinn aus einem Immobilienverkauf herausgerechnet wird.

Doch das ist nicht ungewöhnlich für eine so stark zyklische Industrie, wie es der Bau von Spinnanlagen ist. Entscheidend ist, dass in guten Zeiten für die schlechten vorgesorgt wird. Und Rieter hat das immer beherzigt. Selbst im Tiefpunkt des Zyklus 2020 wies sie in der Bilanz noch eine Nettoliquidität von 40 Mio. Fr. aus.

So funktioniert Rieter

Das kam dem Winterthurer Unternehmen auch diesen Sommer zugute, als ein Liquiditätsengpass Konkurrent Saurer dazu zwang, das Spulmaschinengeschäft abzugeben. Rieter konnte dank der guten Finanzlage schnell zugreifen und steht nun strategisch gestärkt da. «So funktioniert Rieter», erklärt Klapper. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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