Unternehmen / Industrie

Rieter kann Erfolg nicht in Gewinn ummünzen

Analyse | Lange Durchlaufzeiten in der Produktion und steigende Kosten radieren den Gewinn aus. Eine Besserung soll ab Herbst möglich sein.

Den Spinnmaschinenhersteller Rieter plagen die Kostensteigerungen und Logistikengpässe viel stärker als erwartet. Am Mittwochabend meldete das Unternehmen, dass im ersten Halbjahr ein Betriebsverlust erwartet werde, nachdem in der Vorjahresperiode ein Betriebsgewinn von 9 Mio. Fr. resultiert hatte (im zweiten Halbjahr waren es gar 37 Mio. Fr.).

Eigentlich peilte Rieter für 2022 einen Umsatzrekord an. Rund 1,5 Mrd. Fr. sollten es werden, nach 969 Mio. Fr. im letzten Jahr, verkündete Rieter-CEO Norbert Klapper an der Jahresmedienkonferenz Anfang März. Eine Prognose fürs erste Halbjahr gab er allerdings nicht ab, und er warnte auch vor den schon länger bekannten Problemen rund um die Lieferketten und die Rohwarenpreisentwicklung.

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Leser-Kommentare

Peter Duschet 27.05.2022 - 20:07
Sehr gute Berichterstattung. Man sieht aber am Beispiel Rieter, wie oft Kaufempfehlungen prozyklisch sind. Im Januar 2022 zu etwa sfr 175 noch eine klare Empfehlung, im März bei etwa 140 wieder, und jetzt bei 115 ist es nur mehr „für Wagemutige“. Langfristig steigt besser aus, wer zu tiefen Kursen kauft, wenn die Aussichten des Unternehmens intakt sind. Sonderangebote gibt es… Weiterlesen »