Unternehmen / Industrie

Rieter beisst sich durch

Analyse | Die Coronakrise hat den Spinnereienmarkt hart getroffen. Rieter sieht sich aber gut gerüstet, die Krise durchzustehen.

Rieter meldet ein schlimmes Halbjahresergebnis, mit einem Umsatzrückgang um 39% auf noch 255 Mio. Fr und einem Verlust von 54 Mio. Fr. Bestellungen konnten noch für 251 Mio. Fr. hereingenommen werden, 34% weniger als in der Vorjahresperiode. Dabei war schon letztes Jahr schwierig gewesen: Ohne Sondergewinn aus einem Landverkauf hatte ein Verlust von etwa 15 Mio. Fr. resultiert. Schuld war die schwache Branchenkonjunktur, die ausgeprägt die Abkühlung in der weltweiten Industrieaktivität spiegelte.

Im Januar dieses Jahres war Rieter aber zuversichtlich, dass die Investitionstätigkeit in den Spinnereien allmählich wieder zunimmt. Doch dann kam Corona. Im April waren gemäss Rieter weltweit rund 60% aller Spinnereien temporär geschlossen. Und diejenigen, die noch in Betrieb waren, operierten mit einer Kapazitätsauslastung von bloss etwa 30%. Die Bestellungen für neue Maschinen, aber auch Ersatzteile, Service und Komponenten gaben im Halbjahr zwischen 32 und 34% nach. Im Maschinengeschäft ging der Umsatz gar um 46% auf noch 129 Mio. Fr. zurück.

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