Märkte / Makro

Ringen um neue globale Steuer

Ursprünglich war sie nur für Digitalkonzerne gedacht, nun will die OECD eine ehrgeizige internationale Unternehmenssteuerreform realisieren.

Die Unstimmigkeit unter den Finanzministern der G-20-Staaten ist gross. Statt die Baustellen im Steuerreformvorschlag der OECD anzugehen, haben sich die Mächtigen in Riad am Wochenende lediglich darauf geeinigt, dass spätestens am Treffen im Sommer Konsens herrschen wird. Dann soll die Grundarchitektur eines allgemein akzeptierten Reformvorschlags stehen. In den verbleibenden Monaten werden dann die Details ausgehandelt, damit bis Ende 2020 eine neue internationale Unternehmensbesteuerung verabschiedet werden kann.

Ausgangspunkt für den Plan der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist die Annahme, dass multinational agierende Unternehmen – allen voran die Technologiegiganten – dem Fiskus ausweichen. Die Besteuerung von Digitalkonzernen in ihrer jetzigen Form sei «inakzeptabel, ineffizient und vor allen Dingen nicht tragfähig», wie es der deutsche Finanzminister Olaf Scholz formulierte.

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