Märkte / Immobilien

Risiken am Schweizer Immobilienmarkt nehmen ab

Der UBS-Immobilienblasenindex sinkt zum dritten Mal in Folge. Er liegt jedoch noch immer in der Risikozone.

(AWP) Dank dem starken Wirtschaftswachstum und den sinkenden Eigenheimpreisen haben im ersten Quartal die Risiken auf dem Schweizer Wohnungsmarkt erneut abgenommen. Die UBS (UBSG 13.625 0.07%) sieht den Markt aber dennoch weiterhin im Risikobereich.

Der von der Grossbank UBS vierteljährlich berechnete Immobilienblasenindex ist im ersten Quartal auf 1,10 Punkte zurückgegangen, nach 1,32 Punkte im Vorquartal, wie die UBS am Dienstag mitteilte. Damit sank der Index zum dritten Mal in Folge. Mit dem aktuellen Punktestand befindet sich der Index jedoch noch immer in der Risikozone. Der Index kann folgende fünf nach Risiken aufsteigende Stufen einnehmen: Baisse, Balance, Boom, Risiko und Blase.

Der erneute Rückgang wurde laut der Mitteilung durch die Abkühlung des Eigenheimmarktes und dem starken realen Wirtschaftswachstum von 0,6% angetrieben. Die anziehende Konjunktur habe zwar die Nachfrage nach Wohneigentum gestützt, schreibt die UBS. Doch leicht steigende Hypothekarzinsen, die bestehenden Tragbarkeitsregeln und der sich verschärfende Wettbewerb mit leerstehenden Mietwohnungen hätten ein Anziehen der Preise verhindert.

Langsames Hypothekarwachstum

So verteuerten sich Einfamilienhäuser seit Jahresende mit einem Plus von 0,1% nur geringfügig. Die Preise für Eigentumswohnungen sanken um 0,9% und verzeichneten im Vorjahresvergleich mit einem Minus von 2% den stärksten Rückgang seit 1998. Dämpfend wirkte auch, dass die Hypothekarverschuldung der Haushalte mit einem Plus von 2,5% im Vorjahresvergleich unter dem erwarteten Wirtschaftswachstum von 3% für das Gesamtjahr liegt.

Die Ungleichgewichte auf dem Eigenheimmarkt haben sich auch aus Gründen neuerer Daten reduziert. So hat das Bundesamt für Statistik eine deutlich positivere Entwicklung der Haushaltseinkommen nach 2015 errechnet als bisher angenommen. Das Preis-Einkommensverhältnis seit Mitte 2016 habe sich damit nicht weiter verschlechtert, heisst es in der Mitteilung dazu.

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