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Risikoprämien fallen weg

Rohstoffe: Auf fast allen Rohwarenmärkten sinken die Preise.

LaSalle Brokerage AG

An den internationalen Rohstoffmärkten hält die Baisse auf breiter Front an. Zum einen verteuert der stärkere US-Dollar für Käufer in anderer Währung die Rohstoffe, was die Futures-Preise unter Druck bringt. Andererseits spricht bei vielen Sektoren die Angebots- und Nachfragesituation für fallende Preise. Die geopolitische Risikoprämien, die in den Kursen enthalten waren, verschwinden nun.

Als gutes Risikobarometer gilt der Ölpreis. Bei Rohöl der Sorte Brent hält der Kurszerfall bereits seit Ende Juni an. In diesem Zeitraum ist der Preis von 114 auf 97 $ je Fass (159 Liter) abgestürzt, und nichts deutet auf eine baldige Trendumkehr hin. Zwar sind die Energiemärkte deutlich überverkauft, die Aussicht auf steigende Ölexporte aus Irak und Libyen lässt aber Verknappungsszenarien in weite Ferne rücken. Nachdem in der vergangenen Woche bereits die Internationale Energieagentur die Verbrauchsprognosen für die OECD in diesem und im nächsten Jahr nach unten revidiert hat, deuten auch neue Konjunkturindikatoren für die USA und China eher auf Abkühlung hin.

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