Märkte / Makro

Riskante Ersparniswelle vom Pazifik

Die Lebensversicherer des kleinen Taiwan lagern fast eine halbe Billion Dollar im Ausland. Die Notenbank versteckt teilweise das Fremdwährungsrisiko.

Eine Welle von Ersparnissen spült seit Jahrzehnten über den Pazifik – von Ostasien in die USA. Ins öffentliche Bewusstsein kam dies durch eine der nachhaltig prägendsten Reden, die ein Notenbanker je gehalten hat. Der damalige Fed-Vorsitzende Ben Bernanke erklärte im Jahr 2005, es gebe eine «weltweite Sparschwemme» – Global Savings Glut –, die zu riesigen Kapitalimporten insbesondere in die USA führe und dort die Zinsen nach unten drücke.

Im Nachgang zur Finanzkrise wurde die Sparschwemme als ein Grund für die Krise genannt: Die so nach unten gedrückten Zinsen hätten in den USA die Entstehung der Immobilienblase erleichtert. Bernanke nannte damals die Volksrepublik China als eine der Hauptverantwortlichen – aber auch die ostasiatischen Länder Japan, Südkorea und Taiwan legen grosse Vermögen im Ausland an.

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