Märkte / Makro

Roberto Gualtieri: Italiens neuer Mann für die Staatsfinanzen

Die Regierungskoalition steht und kann ihre Arbeit aufnehmen. Dem Wirtschafts- und Finanzministerium steht erstmals seit langem wieder ein Parteipolitiker vor. 

Italiens neuer Wirtschafts- und Finanzminister wirkt auf der politischen Bühne im Hintergrund. Aber dass Roberto Gualtieri überhaupt auf ihr steht, macht ihn zum Sonderfall. Seine Vorgänger waren Technokraten: Sachverständige ohne Parteibuch. Auf diese Weise verhinderten Koalitionsregierungen, dass der Vorsteher des mächtigsten Ressorts im Kabinett den Ball einseitig einer Partei zuspielt. Und wenn die Steuern erhöht werden mussten, um die Defizitauflagen Brüssels einzuhalten, dann lag die Schuld bei dem Parteilosen.

Diesmal ist alles anders. Gualtieri zählt zu den Gründungsmitgliedern des sozialdemokratischen Partito Democratico (PD). Als Romano Prodi im Jahr 2006 zwölf Weise einlädt, ein politisches Manifest für die neue Partei zu verfassen, gehört Gualtieri dazu (u. a. neben dem heutigen Staatspräsidenten Sergio Mattarella). Er steigt intern schnell auf, bis in das Leitungsgremium des PD.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare