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Roche bekommt ein Rating von Fitch

Barbara Mettler

Endlich ist es so weit: Der Basler Pharmakonzern Roche hat von einer grossen Ratingagentur eine offizielle Note erhalten. Die Fitch-Analysten schätzen die Bonität des Schuldners mit AA– ein, der Ausblick ist stabil. Bereits 2003 hatte Roche mitgeteilt, sie wolle spätestens 2005 über mindestens ein Rating verfügen (vgl. FuW Nr.25 vom 29.März 2003). Im Ratingbericht lobt Fitch die hervorragende Marktposition von Roche in den Bereichen Onkologie und Transplantation, das grosse Forschungs- und Entwicklungspotenzial, die überdurchschnittliche Produktdiversifizierung sowie das solide Patentschutzprofil. Als Grund dafür, dass der Schuldner – im Gegensatz zu Konkurrent Novartis, dessen Triple-A gerade bestätigt worden ist – nicht die Bestnote erhält, nennen die Analysten die Tatsache, dass Roche im US-Markt untervertreten ist. Ausserdem sei die Flexibilität, zusätzliches Eigenkapital zu beschaffen, wegen der Besitzstrukturen eingeschränkt. Mögliche Akquisitionen müssten deshalb über den Barbestand finanziert werden. Dass es Roche nicht zur Bestnote reichen würde, war zu erwarten gewesen. Die Schweizer Banken Credit Suisse, UBS und Zürcher Kantonalbank, die den Schuldner bereits seit längerem bewerten, siedeln ihn ebenfalls im Doppel-A-Bereich ein. Roche hat in der Schweiz die Optionsanleihe 13/4% Roche Kapitalmarkt 1998/2008 über 1Mrd. Fr. ausstehend. BM Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?