Unternehmen / Gesundheit

Roche erleidet herben Dämpfer

Analyse | Ein grosser Hoffnungsträger des Pharmakonzerns scheitert in einer Lungenkrebsstudie. Der Kurs des Schwergewichts sackt ab.

Eine Kombinationsstudie mit Roches Immunonkologie-Medikament Tecentriq und dem Produktkandidaten Tiragolumab hat sein primäres Ziel des progressionsfreien Überlebens in einer Phase-III-Studie an Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs nicht erreicht.

Im Vergleich mit den Patienten, die nur mit Tecentriq behandelt wurden, konnte das Wachstum oder das erneute Auftreten des Tumors also nicht statistisch signifikant verlangsamt werden. Ob die Kombination trotzdem einen Überlebensvorteil bringt, konnte anhand dieser ersten Daten noch nicht gesagt werden. Die Studie läuft weiter, wie Roche am Mittwoch mitgeteilt hat.

Sprecherin Nathalie Meetz betont auf Anfrage von «Finanz und Wirtschaft», bei beiden «Endpunkten», wie die Studienziele in der Fachsprache genannt werden, sei aber eine numerische Verbesserung beobachtet worden. Es gibt also auch in der Indikation Lungenkrebs noch Hoffnung. Eine Studie mit derselben Wirkstoffkombination plus Chemotherapie im noch aggressiveren kleinzelligen Lungenkrebs ist erst kürzlich gescheitert.

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