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Roche erleidet Rücksetzer bei Blasenkrebs

Wie der Konzern am Freitag mitteilt, wurden die Ziele in der Phase-III-Studie für Tecentriq nicht erreicht.

(AWP) Roche (ROG 346.25 0.17%) hat mit ihrem Immuntherapeutikum Tecentriq in der Behandlung einer bestimmten Art von Blasenkrebs eine Enttäuschung erlebt. Wie der Konzern am Freitag mitteilte, wurden in der Phase-III-Studie IMvigor010 die gesteckten Ziele nicht erreicht.

Ziel der Studie war es, das krankheitsfreie Überleben bei Patienten zu verlängern, die an muskelinvasivem Blasenkrebs (MIUC) leiden und mit Tecentriq als Monotherapie adjuvant, also nach der Operation, behandelt wurden. Dieses Ziel wurde den Angaben zufolge verfehlt. Levi Garraway, Chief Medical Officer und Leiter der globalen Produktentwicklung, zeigte sich in der Mitteilung enttäuscht über den Rückschlag.

Schweiz-Zulassung für Kadcyla

Gleichzeitig berichtete Roche am Freitagmorgen, dass das Schweizerische Heilmittelinstitut (Swissmedic) das Krebsmittel Kadcyla in einer weiteren Indikation zugelassen hat. Neu darf es auch bei Patienten eingesetzt werden, die an einer frühen Form des HER2-positiven Brustkrebses leiden.

Konkret könne Kadcyla (Trastuzumab-Emtansin) als Monotherapie für die adjuvante Behandlung von Patienten mit HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium eingesetzt werden, die nach präoperativer Taxan-haltiger Chemotherapie in Kombination mit mindestens Trastuzumab als HER2-gerichteter Therapie eine Resterkrankung in der Brust und/oder den Lymphknoten aufweisen.

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