Unternehmen / Gesundheit

Roche schliesst neue Lizenzabkommen ab

Der Pharmariese spannt mit den US-Biotech-Unternehmen Poseida Therapeutics und Kiniksa zusammen.

(AWP) Roche erschliesst sich über ein Lizenzabkommen mit dem US-Biotech-Unternehmen Poseida Therapeutics den Zugang zu CAR-T-Therapien. Diese personalisierten Zelltherapien sollen vor allem zur Behandlung verschiedener Arten von Blutkrebs erforscht werden.

Wie Poseida mitteilte am Mittwoch, umfasst die Zusammenarbeit umfasst die Erforschung und Entwicklung mehrerer bestehender und neuartiger Zelltherapien gegen Zielmoleküle für das Multiple Myelom, B-Zell-Lymphome und andere hämatologische Indikationen.

Im Rahmen der Vereinbarung erhalte Roche von Poseida entweder die Exklusivrechte oder Optionen für die Entwicklung und Vermarktung einer Reihe von CAR-T-Programmen aus dem Portfolio von Poseida.

Im Gegenzug zahlt der Basler Konzern eine Vorauszahlung von 110 Mio. $ an Poseida. Zudem könnten in den kommenden Jahren bis zu 110 Mio. $ an weiteren kurzfristigen Meilensteinen und anderen Zahlungen fliessen. Darüber hinaus habe Poseida Anspruch auf Meilensteine in den Bereichen Forschung, Entwicklung, Markteinführung und Nettoumsatz sowie auf weitere Zahlungen, die eine Summe von bis zu 6 Mrd. $ erreichen könnten.

Ausserdem hat der Pharmakonzern via seine US-Tochter Genentech ein Lizenzabkommen mit dem an der Nasdaq kotierten Biotech-Unternehmen Kiniksa abgeschlossen. Dabei geht es um eine globale Lizenz bzw. um Entwicklungs- und Vermarktungsrechte für Vixarelimab.

Gemäss Mitteilung vom Mittwoch erhält Kiniksa 100 Mio. $ an Vorab- und kurzfristigen Zahlungen. Ausserdem hat das Unternehmen mit Sitz auf den Bermudas Anspruch auf Entwicklungs- und Vermarktungsmeilensteine in Höhe von bis zu 600 Mio. $ sowie auf Tantiemen auf den Nettoumsatz.

Bei Vixarelimab handelt es sich den Angaben zufolge um einen vollständig humanen monoklonalen Antikörper, der auf den Oncostatin-M-Rezeptor beta (OSMRß) abzielt. Genentech werde sich auf die Entwicklung im Bereich der Fibrose konzentrieren, wo die durch Oncostatin M (OSM) vermittelte Pathogenese ein wichtiger Ansatzpunkt für Interventionen bei verschiedenen fibrotischen Indikationen sein dürfte, wie es in der Mitteilung heisst.

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