Unternehmen / Gesundheit

Roche erweitert Brustkrebsportfolio

Analyse | Nicht nur mit Genentech landete der Pharmakonzern eine Punktlandung. Auch der Kauf von Glycart erwies sich als Glückstreffer. Die Beispiele zeigen, warum Roche so erfolgreich ist. Nun kauft sie im Brustkrebsbereich zu.

Roche wäre ohne strategisch kluge Akquisitionen nicht das, was sie heute ist. Immer wieder gelingt es zugekauften Tochtergesellschaften, Blockbuster-Produkte mit mehr als einer Milliarde Umsatz auf den Markt zu bringen. Nun verstärkt der Basler Pharmakonzern sein Brustkrebsportfolio mit der Akquisition der kleinen Seragon Pharmaceuticals für 725 Mio. $.  Die privat gehaltene Biotech-Gesellschaft forscht an neuen, im Vergleich zu bisherigen Präparaten wirkungsvolleren Arzneimitteln gegen Östrogenrezeptor abhängigen Brustkrebs und wurde erst 2013 gegründet.

Bei Brustkrebs hängt das Wachstum und die Ausbreitung in bis zu 60% aller Fälle vom Hormon Östrogen und vom Östrogenrezeptor ab. Frauen mit Östrogenrezeptor abhängigem Brustkrebs müssen trotz bereits verfügbarer Behandlungsmöglichkeiten nach wie vor mit einem Rückfall rechnen. Das soll sich mit den neuen Seragon-Medikamenten ändern. Die Entwicklung befindet sich allerdings erst in der frühklinischen Entwicklung. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?