Unternehmen / Gesundheit

Roche und Novartis buhlen um China

Big Pharma setzt seit Jahren auf China. Doch das rasante Wachstum hat sich abgekühlt, und das dortige System hat seine Tücken.

China ist hinter den USA zum zweitgrössten Pharmamarkt geworden. Der Medikamentenabsatz hat ein Volumen von rund 200 Mrd. $ erreicht (USA 450 Mrd. $).

Entscheidend waren grundlegende Reformen, die 2015 auch den Zulassungsprozess für neue Medikamente beschleunigt und erleichtert haben. Seither dürfen Pharmaunternehmen auch Daten aus westlichen Studien einreichen.

Big Pharma nutzt Chance

Diese Änderungen haben «die Schleusen für Medikamente aus dem Westen geöffnet», sagt Matthew Jenkin, Manager des BNY Mellon Smart Cures Innovation Fund, im Gespräch mit «Finanz und Wirtschaft».

Big Pharma hat die Chance genutzt und bringt ihre innovativsten Produkte rascher nach China. Inzwischen beträgt ihr Anteil am Kuchen gemäss Jenkin rund ein Viertel. Lokale chinesische Hersteller liefern den Rest. Der Fondsmanager erwartet, dass sich das Verhältnis in den nächsten Jahren in Richtung halbe-halbe verschiebt.

AstraZeneca führt

Das grösste Chinageschäft betreibt die britische AstraZeneca. Sie hat im vergangenen Jahr 6 Mrd. $ umgesetzt. Das sind 16% ihrer Gesamteinnahmen, deutlich mehr als bei den anderen Konzernen.

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